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SPD Sulzfeld-Zaisenhausen

13.03.2023 in Aktuelles

Jahresempfang und 111 Jahre SPD Ortsverein mit Saskia Esken MdB am 05.03.2023 MdB

 
Eintragung in das Goldene Buch der Gemeinde Sulzfeld und in das Gästebuch des SPD Ortsvereines Sulzfeld-Zaisenhausen

111 Jahre Sozialdemokratie in Sulzfeld-Zaisenhausen

Im Rahmen des traditionellen Jahresempfanges konnte Ortsvereinsvorsitzender Rolf Becker eine ganze Reihe von Freunden und Mitstreitern willkommen heißen.

Gleich zu Beginn seiner Begrüßung bedankte er sich bei den Musikern Sebastian Spataru

von der Jugendmusikschule Eppingen, sowie dem Querflötentrio der Feuerwehrkapelle Sulzfeld mit Eileen Pfettscher, Emily Dubac und Sophia Kern für ihre musikalische Umrahmung der Feierstunde.

Mit Freuden hieß er die Bürgermeisterin Sarina Pfründer und BM-Stellvertreter  der Gemeinde Zaisenhausen Volker Geisel  sowie den ehemaligen Bürgermeister, Ehrenbürger und Kreisrat Eberhard Roth willkommen. Leider mussten einige geladene Gäste absagen, darunter auch krankheitsbedingt der Gemeinderat Dr Tarak Turki.

Anlässlich des Jubiläums war Becker sehr erfreut, ältere Ortsvereinsmitglieder zu begrüßen. Mit Erna Kude, Willi May und Ernst Reitermayer waren im Ort sehr engagierte und profilierte Mitstreiter erschienen, die schon einiges in Sulzfeld bewegt haben.

Auch über die Vertreter*innen aus dem Gemeinderat, von den Vereinen, benachbarten SPD-Ortsvereinen und der Presse freute er sich. Über die Anwesenheit des aktiven Mitgliedes des „Freundeskreises Asyl“ Frau Ursula Hötzer zeigte sich Becker sehr glücklich. Sie leiste mit vielen ehrenamtlichen Aktiven ganz wichtige und wertvolle Arbeit zur Integration und Betreuung unserer neuen Mitbürger.

Dass auch die „große Politik“ die Leistungen der Ortsvereine sehr zu schätzen weiß, zeigte sich an der Anwesenheit des Landtags-Vizepräsidenten Daniel Born MdL (SPD) und nicht zuletzt am Ehrengast, der SPD-Bundesvorsitzenden Saskia Esken MdB.

In ihrem Grußwort ging Bürgermeisterin Sarina Pfründer auf die Geschichte des Ortsvereines ein und lobte das Engagement der Mitglieder für die Gemeinde. Kritiker und Besserwisser gäbe es viele, aber nur wenige würden sich dann auch tatsächlich zum Wohle der Allgemeinheit aktiv einsetzen.

Mit launigen Worten begann Landtagsvizepräsident Daniel Born sein Grußwort, nicht ohne aber künftige Aufgaben der Politik mit eindringlichen Worten anzumahnen. Der Kampf gegen die Kinderarmut sei eine davon.

In seiner freien und flüssig vorgetragenen Festrede konnte Kreisrat und SPD-Kreisvorsitzender Volker Geisel den etwa 110 Gästen die Chronik dieser 111 Jahre sozialdemokratische Erfolgsgeschichte in Sulzfeld lebendig und mit Überraschungen gespickt nahebringen.

Die Wurzeln der Sulzfelder SPD gehen -wie auch andernorts- auf das Entstehen einer Arbeiterklasse zurück, die sich für ihre Rechte einsetzte. In Sulzfeld waren dies vor allem 7 Steinbruchbetriebe mit 320 Arbeitern unter denen „socialistische Ideen“ kursierten.

Allerdings hatten es die Sozialdemokraten in diesen frühen Jahren sehr schwer und waren sogar zeitweise verboten. Auch mit den Anfeindungen der Kirche hatten sie zu kämpfen. Dies ist wohl sehr lange so geblieben und noch sind nicht alle Vorurteile ausgeräumt, aber Volker Geisel selbst sei ein lebendiges Beispiel dafür, dass man gleichzeitig Sozialdemokrat und Christ sein kann.

Schon in diesen frühen Jahren erwies sich die SPD als Vorreiterin in Sachen Frauenrechte, so war auf einem Plakat aus dem Jahre 1909 zum Thema „Neue Steuern und Reichstag“ extra ausgewiesen und fettgedruckt „Auch Frauen haben Zutritt“! In dieser Zeit keine Selbstverständlichkeit – im Gegenteil! Noch bis 1977 durfte eine Frau in Westdeutschland nur dann berufstätig sein, wenn das “mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar” war. Erst in diesem Jahr wurde das Gesetz geändert.

1912 erfolgte die erste Kandidatur für den Gemeinderat unter dem Namen „Bürgerliste“. Man errang gleich 2 von 8 Sitzen. Dieses Ereignis gilt als das Gründungsjahr der SPD und ihrer Erfolgsgeschichte in Sulzfeld. 1919 konnte man bei den Wahlen zur Nationalversammlung gar 76,7 % der Stimmen erreichen. Dies war jedoch ein positiver Ausreißer; in den Folgewahlen pendelten sich die Ergebnisse zwischen 23% und 33% ein.

Von 1921 bis 1933 und 1945 bis 1948 stellte man mit Jakob Himmel den Bürgermeister. Nach dem Krieg hatte man im Dezember 1945 als erste Partei im Amtsbezirk Sinsheim Antrag auf Wiedergründung bei der amerikanischen Militärregierung gestellt.

Für lange Zeit war die SPD stärkste oder zweitstärkste Kraft im Gemeinderat und einige Jahre kamen dort alle Frauen aus ihren Reihen.

1981 wurde erstmals eine Satzung des Ortsvereins von Ernst Reitermayer erarbeitet und der Namen in Sulzfeld-Zaisenhausen geändert. 1997 hatte man 57 Mitglieder und erzielte bei Wahlen hervorragende Ergebnisse und wurde somit der Rolle als „Rote Hochburg“ immer gerecht.

Der Ortsverein hatte in seiner Geschichte 10 Vorsitzende von denen Rolf Becker mit (bisher) 18 Jahren und Harald Störzinger mit 16 Jahren die längsten Amtszeiten vorweisen können.

Im Moment hat der Ortsverein noch 25 Mitglieder, was ihn aber nicht daran hindert, sich mit vielfältigen Aktivitäten in das Gemeindeleben einzubringen. Die Zusammenarbeit mit den SPD-Ortsvereinen in der Nachbarschaft ist sehr gut. Auch pflegt man im Sinne einer positiven Entwicklung der Gemeinde ein gutes Miteinander mit den anderen Parteien und Wählervereinigungen; und es gelingt stets die sozialdemokratische Sichtweise in Entscheidungsprozesse einzubringen.

Die SPD bleibt die Partei, die sich für die Rechte von Frauen, von Arbeitnehmern und sozial benachteiligten Gruppen einsetzt. Sie kämpft für unsere Demokratie, für Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Frieden – und gegen Feindseligkeit jeglicher Art, gegen Rassismus und

Faschismus.

„Das ist so, und das bleibt so. - Dazu ein herzliches „Glück auf!“

Mit diesen Worten beendet Volker Geisel seinen kurzweiligen Ausflug in die Geschichte des Ortsvereins.  

In einer sehr eindringlichen Ansprache ging abschließend die SPD-Bundesvorsitzende Saskia Esken auf die wichtigen und schwierigen Aufgaben zur Sicherung der Demokratie und des Friedens ein. Dies ist besonders in diesen Zeiten sehr brisant. Sie verurteilte erneut den völkerrechtswidrigen Überfall Russlands auf die Ukraine und lobte den ruhigen und sicheren Kurs durch Bundeskanzler Olaf Scholz. Wie auch andere Redner zuvor fand sie anerkennende Worte für den Einsatz des Ortsvereins für Freiheit, die Stärkung der Frauenrechte und der Sozialen Gerechtigkeit. Es mache sie wirklich stolz hier zu stehen und mit dem Ortsverein dieses Jubiläum zu feiern.

Mit den besten Wünschen für ein "weltweit vom Frieden geprägtes Jahr 2023" lud dann der Ortsvereinsvorsitzende zum Steh- bzw. Sitzempfang und zu anregenden Gesprächen ein. Und dies wurde dann auch ausgiebig wahrgenommen. An dieser Stelle sei den fleißigen Helferinnen im Hintergrund herzlich gedankt.

In zwangloser Runde ergab sich sogar die eine oder andere Gelegenheit mit der SPD-Vorsitzenden zu einem regen und informativen Meinungsaustausch ins Gespräch zu kommen. Es ist schön, wenn sich vielbeschäftigte Spitzenpolitiker*innen die Zeit nehmen, auch auf Ortsvereinsebene präsent zu sein und sich mit „Kämpfern vor Ort“ auf Augenhöhe auszutauschen. Und dass Saskia Esken in Sulzfeld viele Fans hat, zeigte sich nicht zuletzt an der Vielzahl der gemachten Selfies.

Wir gratulieren dem SPD-Ortsverein zu seinem tollen Jubiläum und danken für die Einladung, für eine kurzweilige Festrede und die Möglichkeit zum Treffen mit einer sehr engagierten und zielstrebigen Saskia Esken.

WRW

 

15.01.2023 in Aktuelles

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28.11.2022 in Aktuelles

Gratulation zum 75. Geburtstag von Hartwig Panzer

 
v.l. Gemeinderat Tarak Turki, Hartwig Panzer, Rolf Becker

75. Geburtstag von Hartwig Panzer

Zum 75. Geburtstag von Hartwig Panzer gratulierten der SPD Vorsitzende Rolf Becker und der SPD Gemeinderat Tarak Turki. Dabei konnten sie einem sehr engagierten Vorstandsmitglied herzliche Glückwünsche zum Geburtstag und für 30 Jahre aktive Parteiarbeit ein herzliches Dankeschön aussprechen. Hartwig Panzer  ist als jahrelanger Kassier und  auf Kreisverbandsebene als Delegierter für den Ortsverein tätig. Er ist eine große Stütze für den SPD Ortsverein und findet durch seine gewissenhafte Arbeit, seine besonnene und ausgewogene Meinung allseits hohe Akzeptanz. Neben den Glückwünschen und dem Dank wünschten die Gratulanten und der SPD Ortsverein Sulzfeld-Zaisenhausen dem Jubilar vor allem weiterhin beste Gesundheit.

 

06.11.2022 in Aktuelles

Energiepolitischer Abend der SPD mit Robin Mesarosch MdB

 
Foto: Monika Eisele "mele" Robin Mesarosch MdB im Gespräch

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Brettener Nachrichten:

Sulzfeld. Zum Gespräch hatten die SPD-Ortsvereine Sulzfeld-Zaisenhausen und Oberderdingen geladen. Robin Mesarosch, Bundestagsabgeordneter aus Sigmaringen und Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz und Energie, hatte viel zu erklären zum aktuellen Thema Energiekrise. Da sei zum einen die hochgradige Abhängigkeit Deutschlands von russischen Gaslieferungen. „Etwa 50 Prozent aller Haushalte und viele Industriebetriebe hängen am Gas“, so Mesarosch. Diese zu ersetzen ist schon allein wegen des Transports sehr schwierig. „Die Leitungen aus Russland liegen fest. Neue Leitungen oder andere Transporte sind unmöglich oder nur schwer und teuer zu realisieren“. Trotzdem war man seitens der Regierung weltweit unterwegs, habe Gas gekauft, wo immer möglich und egal zu welchem Preis. „Die Gasspeicher sind jetzt voll, aber gespart werden muss trotzdem“, sagte der Abgeordnete den zehn Genossen. Sparen sei besser, als Unternehmen still zu legen oder Haushalte nicht versorgen zu können. Die massive Nachfrage habe mit dazu beigetragen, dass die Preise so sehr gestiegen sind. Die geplante Abschlagszahlung für Gaskunden sei nicht in jedem Fall gerecht, gestand der Politiker zu. Allerdings sei dies der Weg, um schnell Hilfe zu denen zu bringen, die dringend darauf angewiesen sind. Selbst die Kritiker anderer Fraktionen hätten keinen besseren Vorschlag auf den Tisch gelegt.

Verschärft wurde die Lage durch Stromknappheit in Frankreich im Sommer. „Dort war die Hälfte aller Atomkraftwerke abgeschaltet aus unterschiedlichen Gründen. Das hat zu einem Strommangel geführt, der durch deutsche Stromlieferungen aufgefangen wurde“, erläuterte Mesarosch. „Das ist im verzweigten europäischen Stromnetz ganz normal, dass man sich gegenseitig hilft. Andersrum wäre es genauso“, beugt er eventuellen Schuldzuweisungen vor. Eine Wissenschaft für sich ist das Zustandekommen des Strompreises, erklärte Mesarosch den Zuhörern und war damit beim Thema Strom. Die Energieversorger (EVU) entscheiden täglich welche Anlagen ans Netz gehen. Dabei hätten die regenerativen Anlagen Vorfahrt. Wenn deren Kapazität nicht ausreicht, werden die Gaskraftwerke zur Stromerzeugung dazu geschaltet. „Das letzte Glied in dieser Kette entscheidet über den Strompreis. Da der Gaspreis hoch ist, fahren beispielsweise Windkraftanlagenbetreiber gerade hohe Gewinne ein. Diese sollen abgeschöpft und der Bevölkerung zurück gegeben werden. Das ist die Strompreisbremse“, sagte Mesarosch. In diese komplexe Preisgefüge einzugreifen sei äußert schwierig. Nochmal anders sei die Situation, wenn Atomstrom im Netz ist. „Der ist immer da, weil AKWs ja nicht so schnell ab- und wieder angeschaltet werden können. Atomstrom verdrängt also den Strom aus regenerativen Anlagen“.

Nach diesen Einblicken ins Energiegeschehen hatten die Zuhörer dann doch noch einige Fragen. Etwa nach dem Erhalt des sozialen Friedens. So müssten beispielsweise auch Menschen mit Öl-, Pellet- oder Holzheizungen einen Ausgleich erhalten. Ein Punkt, dem der Abgeordnete zustimmen konnte. Bei allem Verständnis für die Sorgen und Ängste der Bevölkerung dürfe man die Unternehmen nicht aus dem Blick verlieren, so Mesarosch. „Die USA  machen gerade deutschen Unternehmen tolle Angebote und wollen diese mit günstigen Energiepreisen ins Land locken“. Er ist sich sicher, dass Deutschland gut durch den bevorstehenden Winter kommt, wenn gespart wird. Sollte sich nichts Entscheidendes an der Lage ändern, könnte es nächstes Jahr allerdings „richtig übel“ werden. mele

 

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