SPD Sulzfeld-Zaisenhausen

Neujahrsempfang mit IHK Präsident Wolfgang Grenke

Veranstaltungen

Eintragung in das Gästebuch

(WSH) „Die SPD hat ein bewegtes Jahr 2019 hinter sich und mit der Wahl von Saskia Esken und Norbert Walter- Borjans eine neue Parteispitze gewählt,“ meinte SPD- Ortsvereinsvorsitzender Rolf Becker zu Beginn des Neujahrsempfang der SPD Sulzfeld – Zaisenhausen am vergangenen Sonntag. Er ließ das kommunale Wahljahr noch einmal Revue passieren und dass auch hier die SPD in Sulzfeld Sitze verloren hat.  Becker begrüßte neben zahlreichen Besuchern auch Bürgermeisterin Sarina Pfründer, Kreisrat und Alt-Bürgermeister Eberhard Roth, sowie Kreisrat Volker Geisel im Bürgerhaus Sulzfeld. Als Gastredner konnte in diesem Jahr Wolfgang Grenke, Präsident der IHK Karlsruhe und ehemals Vorstandsvorsitzender des Finanzdienstleisters Grenke AG gewonnen werden. Seit 2016 ist er auch Präsident des Baden- Württembergischen Industrie- und Handelskammertages. Er referierte zum Thema „Fachkräfte und Bürokratie von einem zu wenig, vom anderen zu viel“. Grenke bekannte sich bei seinen Ausführungen zur sozialen Marktwirtschaft und meinte: „Bei gutfunktionierenden Märkten entscheidet der Kunde aufgrund seiner Kaufkraft über das Angebot.“ Allerdings wies er darauf hin, dass sich durch den Brexit und den von den USA entfachten Handelskrieg mit China die weltwirtschaftlichen Bedingungen geändert hätten. Eine gemeinsame Regulierung ist somit schwieriger geworden. Hinzu kommen die Änderungen, die der Klimawandel weltweit mit sich bringen. So muss heute großer Wert auf eine nachhaltige Energiepolitik gelegt werden. Das heißt Windkraftanlagen werden steuerlich gefördert, während fossil gewonnene Energie Preissteigerungen durch Steuermehrbelastungen zur Folge haben. Globale Lieferketten ändern sich durch veränderte Wetterbedingungen und können mitunter Preissteigerungen der Waren nach sich ziehen. Um die Zukunftsprobleme meistern zu können, müssen alle an einem Strang ziehen. Politik und Unternehmer müssen Mut haben, neue Wege zu gehen. Es muss ein modernes effizientes Energienetz geschaffen, Treibhausgase müssen verringert werden und die Wirtschaft muss Wünsche des Kunden durch ökologisches Handeln ökonomisch erfüllen.  Grenke wies darauf hin, dass die Bürokratie oftmals schnelle Lösungen der Unternehmer verhindert. Bürokratie darf sich nicht verselbstständigen, muss aber für die Wirtschaft umsetzbare Regeln bereithalten. Er wies hierbei auf einen schleppenden Ausbau der Verkehrswege hin, deren Umsetzung bis zu 20 Jahre dauern kann. Ebenso können sich Planungsverfahren hinziehen und somit den Umbau der Wirtschaft maßgeblich behindern. Zurzeit werden im Bundestag Gesetze zur Beschleunigung von Infrastrukturmaßnahmen, wie Straßen- und Brückensanierungen, angestrebt. Grenke machte in seinen Ausführungen deutlich, dass wirtschaftliches Handeln unbedingt für die Bürger transparent gemacht werden muss. In seiner Rede stellte er die große Bedeutung von kleinen und mittleren Unternehmen für die Ausbildung von Fachkräften heraus. Gerade diese Unternehmen werden durch gesetzliche Änderungen mehr belastet als Großunternehmen. Der derzeitige Fachkräftemangel stellt die größte Herausforderung für die Wirtschaft dar. Fachkräfte fehlen in Handwerk, Handel und Industrie genauso wie im Bereich der Digitalisierung. Gezielte Zuwanderung soll durch das Fachkräftezuwanderungsgesetz geschaffen werden. Hier sieht Grenke gerade auch die IHK in der Pflicht, die über die Anerkennung von ausländischen Schul- und Berufsausbildungen entscheidet. Die IHK will schnelle und transparente Verfahren zur Anwerbung von Fachkräften im Ausland schaffen. Durch die geburtenschwachen Jahrgänge bleiben momentan einige Ausbildungsplätze unbesetzt. Wichtig ist es, junge Leute durch Ausbildungsmessen anzusprechen. Grenke sieht in der dualen Ausbildung, d.h. Ausbildung und Schule im Wechsel, eine große Chance für jeden Auszubildenden. Gerade auch, weil in Baden- Württemberg das Schulsystem durchlässig ist und jederzeit Aufstiegsmöglichkeiten vorhanden sind. Dies wird in der Bevölkerung oftmals verkannt und viele sehen nur in der akademischen Ausbildung Chancen zum Berufsaufstieg. Ein weiterer Schwerpunkt sieht Grenke in der Weiterbildung und weist darauf hin, dass heutzutage lebenslanges Lernen Voraussetzung zu einem befriedigenden Berufsleben ist. Familienfreundliche Unternehmen können leichter Fachkräfte gewinnen, haben ein besseres Firmenklima und weniger Facharbeiterwechsel. Grenke sieht in der IHK einen wichtigen Partner für Handel, Industrie und Politik und stellt zum Ende seiner Rede fest, dass die Technologieregion Karlsruhe für die Zukunft sehr gut aufgestellt und wettbewerbsfähig ist. Becker bedankte sich zum Schluss der Veranstaltung bei den Querflöten Spielerinnen Sophia Kern und Julia Söder für die musikalische Umrahmung. Wolfgang Grenke überreichte er ein Weinpräsent, danach trug sich dieser in das goldene Buch der Gemeinde Sulzfeld und in das Gästebuch der SPD Sulzfeld- Zaisenhausen ein.

 
 

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